Hochbeet

Das Hochbeet als Do-It-Yourself

DIY ist seit Jahren ein großer Trend, der sich aber schon lange nicht mehr auf Stricken, Häkeln oder Basteln beschränkt. Immer mehr Menschen – vor allem in Großstädten – haben Sehnsucht nach Ursprünglichkeit. Und so ist auch das Gärtnern wieder groß in Mode gekommen und mit ihm die Hochbeete. Hochbeete sind schon seit langer Zeit von Hobbygärtnern gebaut worden, weil sie dem Gartenfreund beim Ziehen von selbst angebautem Gemüse immense Vorteile bieten.

Da auch immer mehr Großstädter ihr Gemüse am liebsten selbst anbauen wollen, weil sie dann sicher sein können, dass keine Pestizide zur Unkrautvernichtung verwendet worden sind, ist Urban Gardening immer mehr auf dem Vormarsch. In vielen Großstädten benutzen engagierte Gärtner freie Dachflächen, Hinterhöfe oder nicht benutzte Freiflächen zum Anbau von Gemüse. Und da hier oft zu wenig bepflanzbarer Boden vorhanden ist,  ist auch beim Urban Gardening das Hochbeet wieder groß in Mode gekommen.

Wer keine Lust hat, ein Hochbeet selbst zu bauen, der kann sich ganz bequem eines kaufen. Der Markt bietet unzählige Modelle in allen möglichen Größen. Während das ursprüngliche Material für den Hochbeetbau Holz gewesen ist, werden inzwischen auch andere Materialien wie Kunststoff oder Metall verwendet. Besonders beim Einsatz von Hochbeeten auf Balkonen oder Terrassen werden gerne Modelle aus Kunststoff benutzt. Sie haben den Vorteil leichter und pflegeleichter zu sein als ein klassisches Hochbeet aus Holz.

Das klassische Hochbeet ist auch unten offen, damit die Hochbeetbefüllung in Kontakt mit der Gartenerde steht. Das ist notwendig, damit Regenwürmer und sonstige Kleinstlebewesen ihre nützliche Arbeit zur Bodenverbesserung verrichten können. Während bei den Hochbeeten auf Balkonen und Terrassen in der Regel Blumenerde verwendet wird, die auch mit fertig gekauftem Kompost gemischt werden kann, versorgt das klassische Hochbeet, das im Garten steht, sich selbst mit den nötigen Nährstoffen. Ein klassisches Hochbeet funktioniert nämlich wie ein Komposthaufen, weil bei seiner Errichtung verschiedene Schichten von Gartenabfällen aufeinander gesetzt werden.

Hier ein Beispiel für einen klassischen Hochbeetaufbau:

In der Regel werden 6 unterschiedliche Befüllungen verwendet.

  • Unterste Schicht (1):
    • Dicke Äste, Laub und Zweige
  • Nächste Schicht (2):
    • Kompost, der noch nicht ganz verrottet ist und dünne Äste
  • Nächste Schicht (3):
    • Fertiger Kompost
  • Nächste Schicht (4):
    • Verrotteter Stallmist, sofern vorhanden oder besorgbar, alternativ grober Kompost
  • Nächste Schicht (5):
    • Mischung aus grobem Kompost und Gartenerde oder fertiger Kompost.
  • Oberste Schicht (6):
    • Gartenerde

Warum machen sich die Hobbygärtner diese Arbeit?

Weil das klassische Hochbeet viele Vorteile hat.

  • Mit der Anlage eines Hochbeetes werden Gartenabfälle wie Äste, Laub oder Rasenschnitt nicht nur sinnvoll entsorgt, sondern auch ertragssteigernd eingesetzt.
  • Lästiges Bücken bei der Gartenarbeit entfällt. Die Arbeitshöhe liegt meist bei 80 bis 90 cm.
  • Es ist in der Regel keine zusätzliche Düngung für das angebaute Gemüse notwendig, weil sich das Hochbeet quasi selbst versorgt. Denn durch die Verrottung der einzelnen Schichten entsteht frischer Kompost.
  • Wühlmäuse und Maulwürfe können keinen Schaden an den Pflanzen anrichten, wenn beim Bau des Hochbeetes am Boden ein engmaschiger Kaninchendraht ausgelegt wird. Auch Fress-Schäden durch Schnecken halten sich in Grenzen, weil man sie schon an der Wand des Hochbeetes  absammeln kann.

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